[Pressemitteilung] Junge Union und JDJL Mainz: Gemeinsam für mehr Rückzugsräume

Der Kreisverband Mainz der Jungdemokrat_innen/Junge Linke (JD/JL) Rheinland_Pfalz ist erfreut, nicht mehr nur sie alleine, sondern mittlerweile auch die die Junge Union Mainz „Rückzugsräume“ an Fastnacht fordern. Das berichtet die Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe [2]. Die jungen Linken veröffentlichten bereits vor knapp drei Jahren ein Positionspapier, das ebenfalls in der Allgemeinen Zeitung abgedruckt wurde und das die Junge Union nun offenbar in seinen Grundzügen übernommen hat. [2]

„Junge Politik funktioniert auch ohne ideologische Scheuklappen und jenseits von rechts und links“, zeigt sich das Vorstandsmitglied Tanja Dunkel begeistert. „Wir sind froh, dass auch die Junge Union Mainz das nun eingesehen hat und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.“

Vor der neuen Beschlusslage hatte Felix Leidecker, Vorsitzender der Jungen Union Mainz, noch in einem Facebookbeitrag davon gesprochen, der Vorschlag der jungen Linken zu Rückzugräumen käme von „Spaßbremsen“. Die Kritik der jungen Linken an dem rassistischen Firmenlogo der Mainzer Firma Neger diffamierte er in einem Beitrag auf der Plattform unionlive.de gleich als „Kampagne gegen die Mainzer Fastnachtskultur“. [3]

Einen Wermutstropfen sieht Vorstandsmitglied Dunkel dennoch: „Wir hoffen sehr, dass Felix Leideckers plötzliche Sinneswandlung nicht bloß daher rührt, dass die Täter nun auf einmal nicht mehr mehrheitlich deutsch sind. Deutsche Männer fallen seit Jahren durch den Vorfällen in Köln vergleichbare herablassende Handlungen gegenüber Frauen auf so traditionsreichen Festen wie der Mainzer Fastnacht auf, ohne dass das die Junge Union Mainz je thematisiert hätte“ so Dunkel abschließend.

[1] Allgemeine Zeitung vom 7.1.2016, online unter: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/reaktion-auf-koeln-exzesse-ju-fordert-sichere-rueckzugsraeume-bei-grossveranstaltungen_16526505.htm
[2] Allgemeine Zeitung vom 11.11.2013
[3] http://unionlive.de/homepages/junge-union-mainz/aktuelles/mainz-stadt-der-rassisten/